Forschungsstelle Werteerziehung und Lehrerbildung
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Sophie Schuhmacher

Sophie Schuhmacher

Promotionsstudentin

Aufgabengebiet

Geschlechterreflexion im Deutschunterricht anhand von Kinderkrimiserien

Kontakt

Sophie Schuhmacher ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Werteerziehung und Lehrer:innenbildung an der LMU München und promoviert dort zu „Geschlechterreflexion im Deutschunterricht anhand von Kinderkrimiserien“. Sie hat von 2015 bis 2022 Gymnasiallehramt mit den Fächern Deutsch, Geschichte, Politik und Gesellschaft und Deutsch als Zweitsprache studiert.

Forschungsinteressen

  • Werteerziehung und Diversity in der Schule
  • Mediale Geschlechterdarstellung und Geschlechterreflexion im Deutschunterricht
  • Serialität in der Kinder- und Jugendliteratur
  • Außerschulische Lernorte

Forschungsprojekt

Geschlechterreflexion im Deutschunterricht anhand von Kinderkrimiserien

Obwohl die Gleichberechtigung der Geschlechter* als politisch-gesellschaftliches Ideal in Deutschland weitgehend unangefochten ist, spielt Geschlecht* als Kategorie in Wahrnehmung und Erleben der Menschen noch immer eine enorme Rolle. Die Vorstellungen von Geschlecht* entstehen vor allem in Kindheit und Jugend und werden durch die Sozialisationsinstanzen geprägt – also neben Elternhaus und Schule unter anderem durch Medien. Dies bedeutet Verantwortung, aber auch Chancen gerade für die Deutschdidaktik: Bei der Rezeption von Literatur entstehen Vorstellungen von fiktiven Welten, es werden also Welten mit ihnen inhärenten Normen, Werten und Regeln konstruiert. Literarische Texte wirken und diese Wirkungen sind nicht hundertprozentig zu kontrollieren. Neben auf der Handlungsebene aufgeworfenen ethischen Fragen oder moralischen Konflikten spielen dabei auch die als selbstverständlich begriffenen Werte und Normen eine Rolle – wie eben die Darstellung und damit Konstruktion von Geschlecht*, das Doing Gender in Medien. Auf Basis verschiedener gendertheoretischer Ansätze sowie Ansätze zum schulischen Umgang mit Geschlecht werden exemplarisch die Medienverbund-Welten der populären Kinderkrimiserien Die drei Fragezeichen und Die drei Ausrufezeichen analysiert. Dabei finden neben quantitativen und qualitativen Herangehensweisen auf der inhaltlichen Ebene auch (grafische) Gestaltung und Vermarktung Berücksichtigung. Die gesammelten Erkenntnisse führen zu konkreten didaktisch-methodischen Vorschlägen für den Deutschunterricht mit dem Ziel, die Erkenntnis des Konstruktionscharakters von Geschlecht* in literarischen Welten auf die reale Welt einerseits und auf weitere Identitätskategorien andererseits zu übertragen und so die freie Entfaltung der Persönlichkeit und einen reflexiven Umgang mit Stereotypen zu unterstützen.

Publikationen

Workshops und Vorträge

  • 01/2023: Rosa Bücher, blaue Bücher? Genderstereotype und genderspezifische Vermarktung der Serien „Drei Fragezeichen“ und „Drei Ausrufezeichen“. Workshop im Rahmen des Qualifikationsprogramms Werteerziehung.
  • 09/2022: Die ??? und die Be-Deutung von Gender. Konstruktionen einer zentralen Diversitätskategorie in Kinderkrimiserien. Beitrag im Panel „Ästhetische Welt-Deutung – ethische Mehr-Deutigkeit“ auf dem Germanistentag 2022 zum Thema „Ambiguitäten, Ambivalenzen, Unschärfen und Vagheiten – Mehrdeutigkeiten?“ in Paderborn.
  • 06/2022: Geocaching als Lerngelegenheit. Workshop im Rahmen des Qualifikationsprogramms Werteerziehung.
  • 05/2022: Rosa Bücher, blaue Bücher? Genderstereotype und genderspezifische Vermarktung der Serien „Drei Fragezeichen“ und „Drei Ausrufezeichen“. Workshop im Rahmen von LehramtPRO des MZL.

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